Reparaturkosten steigen deutlich an


Aktuelle Auswertung von CarGarantie zur Schadenverteilung

Die Auswertung der Statistiken der Versicherungsbestände des Garantie- und Kundenbindungs-Spezialisten CG Car-Garantie Versicherungs-AG zeigt, dass die durchschnittlichen Reparaturkosten bei Fahrzeugschäden wieder ansteigen. Nachdem die Kosten im Vorjahr stabil geblieben waren, verzeichnet die Analyse der aktuellsten Daten eine deutliche Erhöhung.
Für die Untersuchung wurden 750‘349 ausgelaufene Occasions-Garantien und 229‘898 ausgelaufene Neuwagen-Garantien mit einer Laufzeit von 12, 24 und 36 Monaten ausgewertet. Die Garantien decken hierbei sämtliche Marken und Modelle ab.
Insgesamt verwaltet CarGarantie über 2,1 Millionen Garantieverträge und arbeitet mit mehr als 23‘000 spezialisierten Fachhändlern zusammen.

Reparaturen werden teurer
Die durchschnittlichen Reparaturkosten zeigten im Jahr 2017 einen sprunghaften Anstieg: Sie erhöhten sich von 586 auf 601 CHF pro Schadenfall, der höchste Zuwachs seit Jahren.
Zurückführen lässt sich dies auf die immer höhere technische Komplexität heutiger Fahrzeuge. Neuwagen verfügen über immer ausgeklügeltere Assistenzsysteme, die den Fahralltag deutlich erleichtern. Ein komplexes System erfordert bei einem Defekt jedoch auch einen höheren Reparaturaufwand. Da im Laufe der Zeit immer mehr moderne Systeme auch im Occasionsbereich ankommen und Occasionen häufiger unter Schäden an kostenintensiven Bauteilen leiden, steigen die Kosten in beiden Bereichen stark an.
Verantwortlich für die meisten Kosten ist im Occasionsbereich weiterhin der Motor, der mit 24,2 % erneut besonders hohe Werte aufweist (Vorjahr: 22,9 %). Auf Platz 2 und 3 folgen wie schon im Vorjahr die Kraftstoffanlage inklusive des Turboladers sowie das Getriebe, beide mit sehr geringen Rückgängen im Anteil am Schadenbetrag (Kraftstoffanlage: 
-0,4 % auf 17,7 %; Getriebe: -0,2 % auf 11,7 %). Platz 4 und 5 nehmen unverändert elektrische Anlage und Klimaanlage ein.
Auch bei den Neuwagen zeigt sich ein deutlich höherer Schadenanteil des Motors an der Gesamtsumme als im Vorjahr. Während der Spitzenreiter, die Kraftstoffanlage, mit 20,3 % (2016: 20,2 %) quasi unverändert ist, steigt der Motor auf Platz 2 mit einem Anteil von 18,9 % – ein Plus von 3,1 %. Das Getriebe auf Platz 3 verzeichnet dafür einen moderaten Rückgang von 1,4 % auf 12,3 %.

Wenige Änderungen bei der Schadenhäufigkeit
Die hohen Kosten eines Motorschadens werden besonders deutlich, wenn man die Schadenhäufigkeit betrachtet. Bei Occasionen finden sich auf Platz 1 und 2 unverändert die Kraftstoffanlage mit 19,7 % (2016: 19,6 %) und die elektrische Anlage mit 17,3 % (2016: 17,7 %). Mit 11,2 % (2016: 10,9 %) folgt der Motor erst auf Platz 3. Bei Occasionen ist also etwas mehr als jeder zehnte Schaden ein Motorschaden – dennoch sind diese für nahezu ein Viertel der entstandenen Kosten verantwortlich.
Die Schadenhäufigkeit bei Neuwagen unterscheidet sich auf den ersten beiden Plätzen wenig vom Vorjahr: Auf Platz 1 liegt auch hier weiterhin die Kraftstoffanlage (+0,7 % auf 22,3 %), gefolgt von der elektrischen Anlage (+0,6 % auf 18,1 %). 2017 findet sich auf Platz 3 jedoch die Komfortelektrik (+1,1 % auf 8,8 %), während das Kühlsystem einen Rückgang von 2,6 % auf 8,7 % verzeichnet.

Occasionen: Früher Schadeneintritt
Schäden an Occasionen treten nach Laufleistung gemessen früher ein als im Vorjahr: Der Anteil der Schäden bis 15‘000 km steigt in jeder Kategorie, wobei mit 33,2 % (2016: 31,7 %) ein Drittel der Schäden während der ersten 5‘000 km auftreten. Alles in allem verändert sich die Statistik der Schäden während der ersten 25‘000 km jedoch nicht, da die Kategorien bis 20‘000 und bis 25‘000 km einen Rückgang verzeichnen.
Bei den Neuwagen zeigt sich ein im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändertes Bild: Hier kommt es in 30,3 % der Fälle während der ersten 25‘000 km zu Schäden (2016: 31,7 %).
In der zeitlichen Einordnung treten sowohl bei Occasionen wie auch bei Neuwagen die Schäden früher auf: 83,3 % der Occasionen (2016: 81,7 %) und 54,9 % der Neuwagen (2016: 48,9 %) mussten Garantieleistungen während des ersten Jahres nach Garantiebeginn in Anspruch nehmen. Alles in allem finden Schäden also sowohl nach Laufleistung als auch nach Fahrzeugalter früher statt.

Axel Berger, Vorstandsvorsitzender CarGarantie:
«Der sprunghafte Anstieg bei den durchschnittlichen Reparaturkosten spiegelt deutlich wieder, dass die Technik in heutigen Fahrzeugen immer komplexer und wartungsaufwändiger wird. Dabei bleiben die Spitzenreiter bei den Occasionen Kraftstoffanlage, Getriebe und Motor, der inzwischen sogar für fast ein Viertel aller Reparaturkosten verantwortlich ist.
Vor diesem Hintergrund ist eine Garantie empfehlenswerter denn je. Nicht nur schützt sie Händler und Fahrzeugbesitzer vor teuren Überraschungen: Heutzutage wird eine Garantie auch als Kennzeichen besonderer Qualität erwartet und unterstreicht das eigene Vertrauen in die angebotenen Fahrzeuge. So kommt der Händler den Kundenerwartungen entgegen und erhöht die Zufriedenheit, ohne dabei ein eigenes Kostenrisiko zu tragen.
CarGarantie hat sich genau auf diese Garantie- und Kundenbindungs-lösungen spezialisiert und hilft seinen Vertragspartnern, genau das richtige Programm für sie auf die Beine zu stellen.»

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